Aktuelle Stadtinformationen_Max

Luthers Sterbetag

18. Februar 2018 - 472. Todestag des Reformators Martin Luther
Bereits am Freitag legte die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Frau Fischer, gemeinsam mit Kindern am Lutherdenkmal auf dem Marktplatz Blumen nieder. Die Kinder waren aus der Evangelischen und der Katholischen Kindertagesstätte der Lutherstadt Eisleben der Oberbürgermeisterin zu Hilfe geeilt.
Mit drei gemeinsam gesungenen Liedern und dem Einstecken von weißen Nelken rundeten die Kinder die Erinnerung an den Sterbetag des großen Sohnes der Lutherstadt Eisleben, Dr. Martin Luther, ab.
Zuvor erfuhren die Kinder von der Pfarrerin Iris Hellmich, dass Martin Luther vor seinem Ableben im Jahr 1546 noch wichtige Verhandlungen hier in der Stadt Eisleben geführt hat. Er schlichtete den Streit zwischen drei Grafen und legte den  vertraglichen Grundstein, dass hier in Eisleben ein Gymnasium entstehen konnte. Gleichzeitig sichert der Vertrag auch den Fortbestand des Gymnasiums. Sie erinnerte daran, dass Luther auch darum stritt, dass die Menschen, die hart im Bergbau arbeiten mussten, auch ordentlich leben konnten. Er konnte es nicht verstehen, dass nur die Grafen die Früchte der harten Arbeit ernten konnten.
Frau Fischer erinnerte die Kinder daran, dass ja seit Mittwoch die Fastenzeit angebrochen ist. Da wollte sie keine Süßigkeiten als Dankeschön den Kindern überreichen. Sie hatte sich eine kleine Überraschung ausgedacht. Angefertigt vom Ballonkünstler und Entertainer Sven Lange übergab sie je einen  aus Ballonschlangen geformten Luther.
Die Überraschung war gelungen und die leuchtenden Augen der Kinder gaben der Oberbürgermeisterin recht.    
              

„Ich bin zu Eisleben geboren und getauft, wie wenn ich hier bleiben sollte“, Worte, die der schwer erkrankte todesahnende Martin Luther wenige Stunden vor seinem Ableben seinem Freund Justus Jonas sagt. Er kam in Begleitung seiner drei Söhne Martin, Paul und Johannes, um seinem Vaterland Eisleben und seinen zerstrittenen „Landesherren“ zu dienen und sie zu versöhnen, was ihm, wie man weiß, auch gelang. Er starb am 18. Februar 1546 mit 63 Jahren. Jedes Jahr wird dieser 18. Februar in der Lutherstadt Eisleben gewürdigt.  
Anlässlich Martin Luthers Sterbetag am 18. Februar 1546 lädt die Stiftung Luthergedenkstätten zu ihrer Veranstaltungsreihe „Luther lesen" ein. Ulrich Fischer, Intendant des Theaters in Eisleben, wird Texte Martin Luthers zu Gehör bringen. Einordnung und Erläuterungen erfolgen durch Dr. Christian Philipsen, Generaldirektor der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Für die musikalische Umrahmung sorgt Ralf Mielke, Soloflötist der Staatskapelle Halle. Der Eintritt ist frei.
„Luther und die Natur" Lesung mit Ulrich Fischer und Dr. Christian Philipsen
Sonntag, den 18. Februar 2018 um 17:00 Uhr
Museum „Luthers Sterbehaus" in Lutherstadt Eisleben, Andreaskirchplatz 7
Der Eintritt ist frei.