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Titelverleihung

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Am 21. Juni 2017 war es endlich soweit, das Martin-Luther-Gymnasium in der Lutherstadt Eisleben erhielt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Damit trägt das Gymnasium als 7. Schule im Landkreis Mansfeld-Südharz und landesweit als die 134. Schule diesen Titel.
Vorausgegangen war, dass Schüler*innen folgende Selbstverpflichtung unterschreiben:
1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.
3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.
Diese Verpflichtung müssen mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten (SchülerInnen, LehrerInnen, Verwaltungs- und technisches Personal) unterschreiben und sich verpflichten, künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule sich aktiv einzusetzen.
Am Martin-Luther-Gymnasium haben insgesamt 975 Schulmitglieder, somit 77%, diese Selbstverpflichtung unterschrieben.
Weiterhin verpflichtet man sich mit der Unterschrift, dass an der Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen. Der Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ist kein Preis für bereits geleistete Arbeit. Vielmehr verpflichtet man sich mit der Titelverleihung, also der Aufnahme in das Courage-Netzwerk, an der Schule auf die Einhaltung der drei Punkte der Selbstverpflichtung zu achten.
Überreicht wurde der Titel, in Form einer Urkunde und einem Schild, durch Martin Hanusch von der Landeszentrale für politische Bildung GSt. Netzwerk für Demokratie u. Toleranz in Sachsen-Anhalt.
Mit einem sehr anspruchsvollem Programm, gestaltet durch den Chor und die Tanzgruppe des Martin-Luther-Gymnasiums, wurde die Titelverleihung würdig umrahmt.
Landrätin Dr. Angelika Klein, Oberbürgermeisterin Jutta Fischer und der Schuldirektor Jörg Goldbach sprachen den Schüler*innen ihre Hochachtung aus und bedankten sich bei ihnen für das Engagement. Frau Dr. Klein übernahm an diesem Tag die Patenschaft und sagte ihre Unterstützung bei anstehenden Projekten zu.
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist ein Projekt des Vereins Aktion Courage e.V und wurde in Deutschland im Juni 1995 unter dem Namen „Schule ohne Rassismus“ ins Leben gerufen. 2001 wurde der Name des Projektes in Deutschland um die zweite Zeile „Schule mit Courage“ erweitert und das aktuelle Logo eingeführt.
Aktion Courage e.V. wurde 1992 von Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Vereinen und Einzelpersonen als eine Antwort auf den gewalttätigen Rassismus, der sich in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock Bahn brach, gegründet. Aktion Courage e.V. ist seit dem 13. März 2001 bundesweit anerkannter Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 KJHG.

Zweck des gemeinnützigen Vereins ist laut § 3 der Satzung: „...die Förderung der Zusammenarbeit und Verständigung zwischen Angehörigen verschiedener Nationen in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa, die Beseitigung von Fluchtursachen, die Überwindung von Intoleranz und Hass und die Lösung sozialer Konflikte durch friedenspolitische Bildungsarbeit. In diesem Sinne soll besonders die Jugend gefördert werden. Zu diesem Zweck veranstaltet der Verein Seminare, öffentliche Vorträge und Diskussionen, führt Studienreisen durch und unterstützt geeignete Initiativen und Aktionen. Er gibt geeignete Publikationen heraus und verbreitet entsprechende Literatur.“