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Neujahrsempfang der Oberbürgermeisterin

Wir schreiben das Jahr 2018 und die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben lud nun bereits zum 12. Mal zum „Neujahrsempfang der Oberbürgermeisterin“ ein.
Am Abend des 15. Januar 2018 waren wieder zahlreiche Personen aus Politik, Wirtschaft, Vereinen, Verbänden und private Personen, die sich ehrenamtlich engagieren, ins Theater Eisleben geladen.
Knapp 300 Gäste waren der Einladung gefolgt und füllten den großen Saal des Theaters.
Aber wie es im Leben leider sehr oft ist, liegen Freud und Leid oft doch sehr nah beieinander.
Zu Beginn des Abends musste Frau Fischer allen gekommenen Personen mitteilen, dass der Ehrenvorsitzende des Traditionsvereins Bergschule Eisleben, Gerhard Boltz, am Samstag verstorben ist. In einer Schweigeminute gedachte der Saal an den Verstorbenen.
Begrüßt wurden die Gäste im neugestalteten Eingangsbereich des Theaters von der Oberbürgermeisterin gemeinsam mit ihren beiden Stellvertretern (Herr Richter und Frau Gantz), Kamerad Martin (Herr Wäsche), dem amtierenden Wiesenschützenkönig (Herr Hennecke) und einem Glücksbringer – Schornsteinfeger Riemann.
Im Großen Saal hatte Tobias Jäsch aus Hedersleben am Flügel Platz genommen und begrüßte die Gäste musikalisch.
Wie bereits im Jahr 2016 und 2017 begrüßte der Hausherr, Ulrich Fischer, alle persönlich. Stolz blickte er auf ein erfolgreiches Jahr 2017 mit ca. 500 Vorstellungen zurück. Ohne Details zu verraten, machte er Lust auf zahlreiche Veranstaltungen im Jahr nach dem Reformationsjahr. Da sich unter den Gästen auch die Landrätin des Landkreises Mansfeld-Südharz, Dr. Angelika Klein, befand, richtete er an sie seinen Dank. Denn mit Hilfe des Landkreises kann das Theater notwendige Baumaßnahmen umsetzen. Den Anbau konnten die Besucher bereits sehen und der Parkplatz wird wohl auch bald nutzbar sein.
Künstlerisch wurde dieser Abend durch Tobias Jäsch, dem Tanzstudio Eisleben, Christian Hellriegl vom Theater Eisleben und dem Fanfarenzug BuSG Ausbau Eisleben 1973 begleitet.
Begonnen wurde in diesem Jahr – im Jahr der Fußball WM – mit der Auslosung der Gruppen für die
4. U11 Hallenmaster um den Pokal der Volksküche, am 17./18. Februar in der Glück-Auf-Halle in Eisleben. Unter den 20 Mannschaften sind auch wieder mehrere Teams von Bundesligisten sowie Vereine aus Polen. Aus dem Landkreis MSH nehmen der MSV Eisleben und VfB Sangerhausen teil. Sportlich ging es gleich weiter. Timo Hoffman und Peter Junge, beide waren mit dabei als am 23. April 2017 in Rom das Startsignal für den Friedenslauf von Rom nach Wittenberg fiel. Der Lauf in Zahlen: 500 Jahre Reformation, über 100 Teilnehmer, 2000 Kilometer, 16 Etappen. Beide Vertreter waren an diesem Tag als Botschafter gekommen und bedankten sich mit einer Bildcollage vom Lauf bei den Sponsoren und Unterstützern aus der Lutherstadt Eisleben. Stellvertretend erhielten die Stadtwerke der Lutherstadt Eisleben GmbH, die Wohnungsbaugesellschaft der Lutherstadt Eisleben mbH und die Oberbürgermeistern eine Collage.
In ihrer Rede blickte die Oberbürgermeisterin nicht nur auf des vergangene Jahr zurück, sie wagte auch einen Blick nach vorn und benannte die anstehenden Aufgaben.
Die Entwicklung der noch freien Flächen direkt an der Autobahn nahe Rothenschirmbach ist eine dringend anstehende Aufgabe. Die Zahl der Arbeitslosen, ob in der Lutherstadt Eisleben oder generell in der Region, kann nur durch weitere Ansiedlung und Erweiterung von Unternehmen erfolgen. Denn nur dadurch können Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden. Und die werden dringend gebraucht. Dabei beschäftigen die Oberbürgermeisterin vor allem die vielen Langzeitarbeitslosen.
"Wir werden hier nicht aufgeben", waren an diesem Abend ihre Worte. Auch die in diesem Jahr zum 21. Mal stattfindende Handwerkermesse ist für die Region enorm wichtig. Hier und auf anderen Messen können sich Unternehmen präsentieren und auf ihre unbesetzten Arbeitsplätze aufmerksam machen, bzw. für Auszubildende.
Neben dem Aufruf zu mehr Arbeitsplätzen in der Wirtschaft bedankte sie sich im gleichen Atemzug für das Engagement zahlreicher Unternehmen, die bereits seit über 20 Jahren in der Lutherstadt Eisleben tätig sind und vielen Familien das Einkommen sichern.
Aber alles kostet Geld! Und hier wies die OB darauf hin, dass die Lutherstadt Steuereinzahlungen aus Grundsteuer A und Grundsteuer B in Höhe von 7,0 Mio. Euro erhalten hat. Dies war ein Rückgang von 1,4 Mio. Euro gegenüber 2016. Vom Land erhielt die Stadt Schlüsselzuweisungen/allg. Zuweisungen in Höhe von 10,2 Mio. Euro. Zusammen sind das ca. 40% der geplanten Einzahlungen des Haushaltes. Dem gegenüber nannte sie die Höhe der an den Landkreis zu zahlenden Umlage von 9,1 Mio Euro. Zum Jahresende wies die Lutherstadt Verbindlichkeiten aus Liquiditätskrediten in Höhe von 21.0 Mio. Euro auf. Bei den Verbindlichkeiten aus Investitionskrediten ist gegenüber dem 01.01.2006 (27,9 Mio. EUR) eine Verringerung um 23,5 Mio. € auf 4,4 Mio. € zu verzeichnen.
„Leider“, so die Oberbürgermeisterin, „ ist es der Lutherstadt Eisleben momentan nicht möglich, den Haushalt im Ergebnisplan auszugleichen.“
Sie nannte dafür auch Gründe für den fehlenden Haushaltsausgleich und die sind unter anderem in:
 der Erfassung der Abschreibungen.
Der vom Verordnungsgeber unterstellte Refinanzierungseffekt dieser Abschreibungen tritt nur ein, wenn daraus kassenwirksame Erträge generiert werden können.
 Unerwartete Steuer-Rückzahlungen treffen Kommunen wie die Lutherstadt Eisleben in unserer strukturschwachen Region doppelt hart.
Ihre Forderung formulierte sie wie folgt:
„Es ist zu prüfen, wie die strukturelle Benachteiligung einer Kommune im Finanzausgleichsgesetz mehr als bisher berücksichtigt werden kann und wie das unvorhersehbare Wegbrechen von Steuereinnahmen unkomplizierter kompensiert werden kann.“

Mit Stolz blickte Sie auf das vergangene Reformationsjahr 2017. Zahlreiche Veranstaltungen hatten dieses Jubiläumsjahr begleitet, von denen sicher der Sachsen-Anhalt-Tag, der Eisleber Wiesenmarkt, die Frühlingswiese mit der Reforma und der Weihnachtsmarkt mit „Advent in Luthers Höfen“ die Höhepunkte darstellen.
Aber auch die zahlreichen kleinen und mittleren Veranstaltungen, organisiert von den Kirchen, den Vereinen und Verbänden sowie vielen ehrenamtlichen Helfern, haben dazu beigetragen, dass die Lutherstadt Eisleben zu einem touristischen Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern wurde und sich hier alle wohl fühlten. Hier sprach sie die Stadtführerinnen und Stadtführer an.
Besonders bedankte sich die Oberbürgermeisterin bei den vielen fleißigen ehrenamtlich tätigen Eislebern, die in ihrer Freizeit sich für das Wohl anderer einsetzen.
Stellvertretend seien hier an erster Stelle die Feuerwehren genannt. Weiterhin bedankte sie sich bei den Heimatvereinen, dem Stadtseniorenrat, den Trainern in den Sportvereinen…...

Mit dem gemeinsamen Singen des Steigerliedes, begleitet von einigen Mitglideren des Fanfarenzuges, wurde traditionell der Neujahrsempfang der Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben beendet. Im Anschluss folgte der gemütliche Teil des Abends mit Imbiss und Gesprächen.