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Richtfest für die Begegnungsstätte „Zeche" in Helfta

Nachdem die Mitarbeiter ihre Arbeit in dem über 100 Jahre alten Haus einstellten und die Jugendlichen teilweise in andere Einrichtungen ausweichen mussten, steht ein Neubeginn nun in Aussicht. Fachbereichsleiter Kommunalentwicklung/Bau, Stadtverwaltungsbaudirektor Michael Richter begrüßte in Vertretung der Oberbürgermeisterin die Gäste, die Vertreter der Unternehmen und des Planungsbüros Wohlrab, Landeck & Cie aus Aschersleben.
Das neue Gebäude wurde auf den Grundmauern des abgerissenen Gebäudes in der Hauptstraße errichtet. Bewegt war dessen Geschichte. Um 1900 erbaut, wurde es früher unter anderem als Schule, als Verwaltungsgebäude und Seniorenbegegnungsstätte genutzt. Seit den 90er Jahren war die "Zeche" ein Treff für Kinder, Jugendliche und Senioren. Das Deutsche Rote Kreuz betreute diese Einrichtung bis 2011, dann übernahm die Stadt sie wieder. Es blieb eine beliebte Begegnungsstätte für zahlreiche Jugendliche.
2015 und 2016 bewilligte der Landkreis aus dem Zukunftsfonds insgesamt 220 000 Euro Zuwendungen für die Dach- und Fassadensanierung der "Zeche". 2016 begannen die Bauarbeiten - kurze Zeit später stand fest, dass der Dachstuhl Schäden aufweist, die mit diesen erheblichen Aussmaßen nicht erkannbar waren. Die Finanzierung zum Erhalt der „Zeche“ gestaltete sich nach diesen Erkenntnissen schwierig. Die Lösung war ein kleiner Neubau anstelle des Altbaus.
Ein kleinerer Neubau sollte den maroden Altbau ersetzen.
Gemeinsam entwickelten Stadtverwaltung, Stadtrat und das Planungsbüro Wohlrab, Landeck & Cie aus Aschersleben das Konzept für einen Neubau. Auch der Landkreis leistete einen wichtigen Beitrag, indem er der Umwidmung der Zuwendungen aus dem Zukunftsfonds zustimmte. Damit die zur Verfügung stehenden Mittel ausreichten, wurde das Platzangebot wesentlich verringert. Anstatt eines zweigeschossigen steht nun ein eingeschossiges Gebäude mit über 80 Quadratmeter, statt wie bisher um die 300 Quadratmeter, zur Verfügung. Mit dem Abriß des Hauses wurden auch an den Nebengebäuden Abrißarbeiten durchgeführt. Damit erhöhte sich die Freifläche und diese kann in der warmen Jahreszeit intensiver genutzt werden.
"Wir freuen uns über das neue Haus und werden das Beste daraus machen", so die zuständige Mitarbeiterin Schmelzer-Skerka. Für sie ist es wichtig, dass diese wichtige Begegnungstätte bestehen bleibt.
Neben einem Büro sind ein Computer- und ein Gemeinschaftsraum geplant.
Nach dem Abschluss der Bauarbeiten erhält dieses barrierefrei zugängliche Gebäude, welches nach den aktuellen Vorschriften gebaut wird, noch eine Photovoltaikanlage.
Spannende Frage: Wann können die Jugendlichen die "Zeche" nutzen?
Michael Richter nannte den Monat Mai. „Ich kann mit gutem Gewissen das Jahr 2018 hinzufügen. Denn, so wie es bisher gelaufen ist, bin ich sicher, dass der Termin nicht verschoben werden muss.“