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Reformationstag

500. Reformationstag in der Lutherstadt Eisleben

In Sachsen-Anhalt richtet sich besonders die Aufmerksamkeit auf die Lutherstädte Wittenberg, Mansfeld und Eisleben.
Traditionell begehen die Eisleber diesen Tag mit einem Gottesdienst, dem Rathausgespräch und einem Konzert zum Reformationstag.

Die Lutherstadt Eisleben beginnt diesen Tag 10:00 Uhr mit dem Gottesdienst in der Marktkirche St. Andreas am Andreaskirchplatz. An der Stätte, an der Martin Luther im Jahre 1546, kurz vor seinem Tod, noch predigte. Die heute noch im Original erhaltene Kanzel wurde im Jahr 2016 umfangreich saniert.

Nach dem Gottesdienst, ab 11:00 Uhr, lädt die Lutherstadt Eisleben zu einer Kaffee- und Kuchentafel in das Rathaus ein. Der Kreisbehindertenverband Eisleben e.V. beköstigt die Gäste mit Kaffee und Kuchen.

Eine Etage höher, im Sitzungssaal, beginnt ab 12:00 Uhr das nunmehr 12. Rathausgespräch. In diesem Jahr wird ein Schülerprojekt vorgestellt, welches sich mit dem Thema: „Luther und die Reformation in den Geschichtsbüchern der Schulen“ auseinandersetzt.
An diesem Projekt haben sich Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft Geschichte des Wilhelm und Alexander von Humbolt Gymnasium aus Hettstedt und des Martin-Luther-Gymnasium aus der Lutherstadt Eisleben beteiligt.
Die Leitung dieses Projektes hatte der in der Lutherstadt Eisleben durch viele Publikationen bekannte Dr. phil. habil. Hartmut Lauenroth.
In diesem Projekt wurde ein historischer Vergleich aus den Zeiten des „Dritten Reiches“, der „DDR“ und der „BRD“ vorgenommen. Quellen waren u.a. Lehrbücher für Geschichte aus den Partnerstädten Memmingen, Herne, und Weinheim, zum Teil auch aus verschiedenen Jahrzehnten der Nachkriegszeit sowie aus der DDR. In Auswertung des Projektes kam deutlich zum Ausdruck, dass es für künftige Generationen notwendig ist, dass eine abgestimmte und auf Basis aktualisierter wissenschaftlicher Erkenntnisse neue Herausgabe von Lehrmaterialien vorgenommen werden muss.
Gleichzeitig haben sich die Jugendlichen mit den regionalen Besonderheiten der Durchsetzung der Reformation in der ehemaligen Grafschaft Mansfeld auseinandergesetzt und somit sind für den Geschichtsunterricht sehr lebensnahe Beispiele für die Stoffvermittlung des Themas entstanden.
Diese Dokumentationen können interessierte Bildungseinrichtungen künftig nutzen.
An diesem Tag werden diese Unterlagen im Rathaus vorgehalten.

Nach dem Rathausgespräch, um 14:00 Uhr, eröffnet die Oberbürgermeisterin der Lutherstadt Eisleben, Jutta Fischer, im Geschäftsobjekt Sangerhäuser Straße 35 eine Fotoausstellung.
Der Hobbyfotograf Winfried Schwarz aus Niederrieden/Memmingen (Partnerstadt der Lutherstadt Eisleben) war auf den Spuren von Martin Luther.
Entstanden sind beeindruckende z.T. übergroße Panoramabilder.
Der Künstler nannte seine Ausstellung „Auf den Spuren von Martin Luther - Lutherstadt Eisleben und Mansfelder Land“.
Mit seinen Bildern vermittelt der Künstler einen einladenden Eindruck der Landschaften und der Sehenswürdigkeiten im Mansfelder Land. Bedeutende Wirkungsstätten Martin Luthers und weiterer Förderer der Reformation, Orte von Luthers Kindheit, aber auch der Mansfelder Kupferschieferbergbau werden in aktuellen atemberaubenden Aufnahmen präsentiert.

Die Ausstellung wird vom 01.11. - 09.12. 2017 täglich in der Zeit von
10:00-12:00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr geöffnet.
Eine kleine Auswahl der Bilder kann der Besucher in Form eines aktuellen Kalenders für das Jahr 2018 erwerben.

Am Nachmittag folgt in der St. Andreaskirche um 17:00 Uhr das
„KONZERT ZUM REFORMATIONSTAG“
Angekündigt ist ein Lutherspektakel mit festlicher Bläsermusik - Luthercorälen
• Johannes Reiche EX LUTHERI TEMPORIBUS (Uraufführung)
Klaus Adolphi (Vocal/Gitarre), Chor und Band
• „Anno Salutis“ Performance in memoriam Martin Luther

Die im ersten Teil des Konzertes zu hörende Komposition „EX LUTHERI TEMPORIBUS“ entstand als Auftragswerk für das Reformationsjubiläum 2017 im Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda. Die verwendeten Texte sind hierbei ausschließlich von Martin Luther.
Es folgt „Anno Salutis“ Performance in memoriam Martin Luther nach einem Text von Hans Sachs. „ANNO SALUTIS“ ist eine Performance in memoriam Martin Luther für eine ungewöhnliche Besetzung: ein Sprecher übernimmt die Rolle des Hans Sachs, dazu kommen Chor, drei Blockflöten, Trompete, Horn, Posaune, Pauken, Schlagzeug, Synthesizer und Orgel. Als Sprecher fungiert Axel Thielmann (MDR)

KMD Martina Pohl (Orgel), Kantorei Eisleben, Kantorei Sangerhausen, Instrumentalensemble
Leitung: KMD Thomas Ennenbach