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Tag der Deutschen Einheit

Erinnern wir uns: Viele Jahrzehnte lang haben die Menschen in Ost und West von einem gemeinsamen Deutschland ohne die trennende innerdeutsche Grenze geträumt. Schon 1959 hat der damalige Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) auf einer Kundgebung gesagt: „Der Tag wird kommen, an dem das Brandenburger Tor nicht mehr an der Grenze liegt. An jener Grenzlinie, die mitten durch unsere Familien geht, die unser Volk zerreißt, die unser Berlin aufspaltet. Bis jener Tag kommt, bitten wir, rufen wir, fordern wir: Macht das Tor auf, macht Schluss mit der widernatürlichen Spaltung!“
Niemand sollte die positive Kraft unterschätzen, die von Menschen mit einer Vision ausgeht. Als die Zeit dafür reif war, holte die Realität die Träumer und die Realisten gleichermaßen ein. Die Massendemonstrationen der friedlichen Revolution in der DDR trugen wesentlich zum Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 bei. Die Träume von Millionen von Menschen wurden Wirklichkeit. Es ging darum, nach über vierzig Jahren die Teilung zu überwinden - die Teilung in den Köpfen und Herzen, die unterschiedlichen Erfahrungen und Biografien sowie die verschiedenen politischen Systeme und zugleich die Einheit Deutschlands zu gestalten.