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Friedensläufer auf dem Weg von Rom nach Wittenberg in Eisleben begrüßt

Nach rund 1800 Kilometern, aufgeteilt in 13 Etappen, sind die Läufer des Friedenslaufes 2017 von Rom nach Wittenberg am 5. Mai auf dem Marktplatz der Lutherstadt Eisleben herzlich von den begeisterten Zuschauern begrüßt worden.

Und da hatte man sich in der Lutherstadt Eisleben einiges einfallen lassen. Angefangen mit einem bunten Programm, moderiert von Ute Klopfleisch, Sachgebietsleiterin Öffentlichkeitsarbeit und Kultur, über Musik, Speisen und Getränke bis hin zu einem Programm für Kinder wurde wohl an alles und jeden gedacht. Oberbürgermeisterin Jutta Fischer hatte sich an diesem Tag extra frei genommen, um die Läufer ein Stück auf ihrem inzwischen schon fast berühmt gewordenen Fahrrad begleiten zu können. Bestens ausgerüstet mit Wimpel, Charme und Helm startete sie mit den Läufern bereits in Schmalzerode, um sie auf dem letzten Stück der Tagesetappe von Erfurt nach Eisleben zu unterstützen. Mit auf der Strecke Julia Lier, Andreas Hajek, Thomas Meixner, der ehemalige Profi-Boxer Timo Hoffmann und natürlich die aus dem MDR-Fernsehen bekannte Katrin Huß.

Sie erzählte: „Mit dem Segen von Papst Franziskus sind wir bei strahlendem Sonnenschein und fast 20 Grad Celsius in Rom losgelaufen. Dann ging es durch Italien. Eine wunderschöne Strecke. Aber auch sehr, sehr anstrengend. Wer schon mal in der Toskana war, weiß wie hoch die Berge dort sind. Da haben wir einen ganz schönen Muskelkater bekommen. Dann kamen auch schon die Alpen, wo wir Schnee, kaltes Wetter und minus drei Grad hatten. Weiter ging es durch Bayern. Dort erwischte uns eine Regenfront und wir waren patsche nass bis auf die Unterwäsche. Da haben sich viele von uns einen Schnupfen eingefangen und hierher mitgebracht. Aber wir sind trotzdem guter Dinge und machen natürlich weiter. Wir wachsen so als Gruppe zusammen. Wir haben Läufer, die 38 Jahre alt sind, aber auch Fahrradfahrer und einen Rollerfahrer, der ist 78 Jahre alt. Also Hut ab, was hier manche jeden Tag geleistet haben.“

Gabriele Neugebauer und eine kenianische Läuferin waren unterwegs für das leibliche Wohl der Läufer zuständig. „Extra dafür stand ein Küchenwagen zur Verfügung“, berichtet Neugebauer. „Anfangs gab es noch ganz traditionell Kotelett und Spargel. Das hat sich aber recht bald zugunsten der kenianischen Küche geändert, d.h. es wurde ganz viel Gemüse und dazu Rindfleisch und Reis verwendet.“ Von den warmen, kross gebackenen Fladen schwärmt sie immer noch, so dass dem Zuhörer das Wasser im Mund zusammenläuft.

Aber wie schafft man so schnell eine so unglaubliche Strecke? Dazu sagt Huß: „Wir haben die Strecke auf die Läufer aufgeteilt und uns abgewechselt, so dass jeder pro Tag ungefähr eine Stunde läuft.“

Timo Hoffmann schildert seine Eindrücke ganz direkt: „Ich freue mich wieder hier zu sein. Es war eine ziemlich anstrengende Geschichte. Scherzend fügte er hinzu: „Also nochmal mache ich den Scheiß‘ nicht. Jeden Tag tun mir die Knochen weh vom Vortag. Aber gut, jetzt bin ich zu Hause und heute Abend werde ich mich von meiner Frau massieren lassen.“ Na, dafür hat es sich doch schon gelohnt.

Der Präsident der Vereins „Friedenslauf von Rom 2017“ sagt: „Ich freue mich über die viele Unterstützung, die wir während des Laufs immer wieder bekommen haben.“