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Luthers Einschulung in Mansfeld 2017

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. So auch in Mansfeld. Bereits im Vorfeld angekündigt, wurden die Feierlichkeiten zu „Luthers Einschulung 2017“ zur Freude der Besucher in diesem Jahr erstmals auf drei Tage ausgedehnt. „Luthers Einschulung in Mansfeld“, das bedeutet ein umfangreiches Kirchen- und Bühnenprogramm zwischen Luthers Elternhaus und Johanniterhaus, Vorträge zu kirchlichen Themen, Theaterstück, musikalische Darbietungen, Markttreiben, Workshops, die Eröffnung der neuen Ausstellung in der Kirche am Samstag, die Übergabe des restaurierten Lutherbrunnens an die Bevölkerung sowie die Pflanzung der Luthereiche, die nun doch zu einer Lutherbuche geworden ist, am Sonntag. Da hat man sich in Mansfeld wirklich etwas einfallen lassen.

Ein Highlight der Veranstaltung war zweifelsohne der Festgottesdienst am Samstagmorgen in der Kirche St. Georg mit Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und der Theatergruppe der Evangelischen Grundschule Hettstedt, die mit ihrer Aufführung zu Luther auf der Wartburg bei den Besuchern ordentlich punktten konnten. Ministerpräsident Haseloff stellte im Nachhinein scherzend fest, dass die höchste Kanzel, die er in Sachsen-Anhalt je gesehen hat, in Mansfeld steht, wo er sich fast den Kopf verdrehen musste, um den Pfarrer überhaupt zu sehen.

In seiner Eröffnungsrede bekannte sich Haseloff herzlich zu Mansfeld als eine der drei Lutherstädte.
Er sagte: „Die neue Ausstellung in der Kirche zeigt, dass hier die Wurzeln der Reformation mit gelegt wurden und dass Mansfeld unmittelbar mit in den Reigen der UNESCO-Welterbestätten, nämlich der Luthergedenkstätten hineingehört; das wissen wir ja alle, die wir aus Sachsen-Anhalt stammen. Aber das haben wir ja auch durch Beschlusslage im Kuratorium so weit getrieben, dass in den nächsten Monaten, in Krakau, so hoffen wir gemeinsam, Mansfeld mit aufgenommen wird. Damit wird auch gezeigt, dass Luther zwar in Eisleben geboren wurde, aber dass er seine wesentliche Prägung als Persönlichkeit hier auch während des Schulbesuches erfahren hat. Er hat zwar dann mehrheitlich in Wittenberg gelebt, aber als Persönlichkeit ist er hier gestaltet worden. Wer aus seiner eigenen Biografie noch weiß, wie die Schuljahre und auch noch die Kindheits- und Jugendjahre gewirkt haben, der weiß, dass das hier die Stadt ist, wo die Reformation eigentlich auch über diese Person sehr stark mit beeinflusst wurde.“