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Stahlknecht kickt für den Eisleber MSV

Da staunte man am Dienstag nicht schlecht als der Eisleber MSV zum Spiel gegen die Auswahl des BuSG Aufbau Eisleben auflief und sich Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht unter die Spieler gemischt hatte. Nach einem kurzen „Meet and Greet“ und der obligatorischen Mannschaftsbesprechung in der Kabine ging es auch schon auf den Rasen. Stahlknecht im nigelnagelneuen MSV-Trikot, überreicht von MSV-Präsidentin Kathrin Gantz. Einer intensiven Aufwärmphase folgte ein spannendes Spiel, mit zugegeben nicht so vielen Ballkontakten vom Innenminister, aber mit viel Spaß und Engagement. Nach immerhin zwanzig Minuten Spielzeit ließ sich Stahlkecht auswechseln. Befragt nach seinem Befinden meinte er: „Also ich fühle mich jetzt richtig gut. Quasi gut aufgewärmt. Jetzt könnte ich glatt noch eine Runde joggen.“

Der Anstoß wurde von MSV-Präsidentin Kathrin Gantz ausgeführt.
Frau Gantz, Sie sind seit Mai diesen Jahres Präsidentin des MSV. Was hat Ihnen die Ehre verschafft?
Der Verein ist diesbezüglich vor anderthalb Jahren an mich herangetreten und ich habe mich gefragt, wie ich mich einbringen kann. Mit Fußball kann ich mich ja nicht so einbringen, das muss ich den Trainern überlassen. Ich sehe mich eher in der Verwaltungsschiene und im Bereich Sponsoring. Mittlerweile habe ich aber zu den Spielern einen guten Kontakt aufbauen können. Und eine Frau als Präsidentin in der Männerdomäne des MSV, das ist schon eine Ansage, finde ich. Man merkt da schon, dass der Verein andere Wege einschlagen möchte. Und mir persönlich macht die Arbeit in diesem Verein richtig Spaß.

Wie wirkt sich das neue Amt auf Sie aus? Gibt es da Veränderungen? Kicken Sie jetzt manchmal heimlich abends eine Runde, wenn Keiner guckt?
Also, Fußballinteressiert war ich ja schon immer, aber selber spielen ist noch etwas ganz anderes. Das überlasse ich lieber den Profis. Ich möchte einfach, dass wir hier mehr Publikum bekommen, indem wir die Außenwirkung verstärken. Man merkt schon, dass die Demographie auch in den Vereinen zuschlägt, obwohl der MSV mit rund 800 Mitgliedern der größte Sportverein Eislebens ist. Der MSV engagiert sich natürlich auch in der Flüchtlingsarbeit. Betätigen kann man sich in den verschiedensten Sportarten, wie zum Beispiel Fußball, Faustball, Gymnastik, Volleyball und Reha-Sport.

Zahlreiche Zuschauer waren an diesem Abend kommen, um das Spiel live mit zu verfolgen. Die Partie stieß auf großes Interesse beim Publikum und endete 5:2 für den Gastgeber.

Mit Holger Stahlkecht und Kathrin Gantz sprach Grit-Beate Eisenberg, Mitarbeiterin der Eisleber Stadtverwaltung.