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Persönlich: Holger Stahlknecht, Innenminister Sachsen-Anhalt

Zu seinen Eindrücken über Land und Leute wurde Holger Stahlknecht von Grit-Beate Eisenberg, Mitarbeiterin der Pressestelle der Stadtverwaltung der Lutherstadt Eisleben, befragt.

Herr Stahlknecht, Sie sind momentan auf Ihrer Sommertour unterwegs. Wie muss man sich das vorstellen?
Ich bin jetzt für zwei Wochen im Land Sachsen-Anhalt unterwegs, auch mit Übernachtungen und mache eine Südtour – dazu gehört das hier – und nächste Woche eine Nordtour. Es gibt ganz unterschiedliche Termine. Gestern habe ich mir mal ein ganz großes Kraftwerk in Schkopau angeschaut. Dann habe ich die Gelegenheit genutzt zum gemeinsamen Abendessen mit dem Landrat Frank Bannert. Wir haben über kommunalpolitische Themen gesprochen. Heute haben wir ein Ehren- und Brandschutzabzeichen der Feuerwehr Allstedt an den dortigen stellvertretenden Wehrleiter ausgehändigt. Dann bin ich in Rothenschirmbach gewesen. Dort haben wir ja mal ein Gerätehaus gefördert. Dann habe ich mir dort einen wunderbaren Landmarkt angeguckt. So etwas würde ich mir in der Nähe von Magdeburg auch wünschen. Heute bin ich hier beim Sport. Morgen machen wir mit der Bürgermeisterin und den Senioren ein schönes Picknick, darauf freue ich mich ganz besonders. Dann geht es weiter nach Naumburg und Zeitz. Es sind ganz verschiedene Orte und Menschen. Und man hat ganz einfach mal die Möglichkeit und den Kopf frei und kann sich wirklich Zeit nehmen. Wie heute Abend. Da bin ich hier bei einem tollen Sportverein, dem Eisleber MSV zu Gast, und spiele nachher auch ein bisschen mit.

Sie spielen mit? Fußball?
Ja, konditionsmäßig bin ich einigermaßen gut drauf. Ich laufe regelmäßig. Der begnadete Fußballer bin ich nicht, aber so zum Spaß mache ich nachher mal mit. Die Erwachsenen werden mich wohl abhängen. Ich laufe zwar 10 Kilometer.
Wie oft?
Na, jetzt im Urlaub jeden zweiten Tag und ansonsten einmal die Woche. Ich bin in Tangermünde mitgelaufen, nicht den Marathon, sondern die 10 Kilometer. Und ich werde Ende August in Stolberg beim ersten Stolberg-Lauf mitlaufen, für den ich die Schirmherrschaft übernommen habe. Da laufe ich aber nur 5 Kilometer, denn da geht es immer Berg rauf und Berg runter und ich will mich ja nicht völlig fertig machen (lacht).

Also alle Achtung, jemand der die Schirmherrschaft übernimmt und dann auch noch selber mitläuft. Respekt!
Ja, die Sommertouren machen mir unglaublich viel Spaß. Ich bin sehr gern mit den Menschen zusammen. Da gibt es auch keine Berührungsängste. Wir treffen uns hier als Menschen und dann versteht man sich.

So eine Aktion läuft aber nur einmal im Jahr?
Das kann ich nur einmal im Jahr für zwei Wochen machen. Weil ich ansonsten terminlich so eingebunden bin durch Kabinettssitzungen, Fraktionssitzungen. Dann bin ich in Berlin und in Brüssel, Innenministerkonferenzen. So ein normaler Arbeitstag fängt bei mir um 7.15 Uhr an und endet zwischen 22.00 und 23.00 Uhr. Da geht das in so einer Konzentration nicht. Ich bin natürlich auch vor Ort zu Einzelterminen, das mache ich schon. Hier ist das mal konzentriert. Und das ist auch ein bisschen wie Urlaub.

Welchen Eindruck haben Sie von unserer Region?
Das sind unglaublich herzliche Menschen, ehrlich, bodenständig. Ich bin immer gerne hier. Und Sie haben eine wunderbare Oberbürgermeisterin, muss ich mal ganz ehrlich sagen. Ich schätze Frau Fischer unglaublich.
Warum?
Weil sie eine unglaubliche Wärme und Herzlichkeit hat. Und das mag ich an ihr, das schätze ich wirklich an ihr und – ich mag sie. Wir haben schöne Veranstaltungen zusammen gemacht, die ich in guter Erinnerung habe. Da war zum Beispiel „Das unerschrockene Wort“, was wir gemeinsam gemacht haben. Mit Frau Fischer bin ich immer gern zusammen.

Sie sagten, Sie haben das Gerätehaus der Feuerwehr gefördert. Wie wichtig ist in Ihren Augen Nachwuchsarbeit?
Wir brauchen Menschen, ob das hier in diesem tollen Sportverein ist oder in den Feuerwehren, die sich ehrenamtlich engagieren. Brandschutz geht nicht ohne Ehrenamt, so ein Sportverein geht nicht ohne Ehrenamt. Das sind ja nicht nur die jungen Nachwuchskicker, die da vorn ein gutes Spiel abliefern. Sondern das sind die Muttis, die jedes Wochenende, wenn man Landesliga spielt, durch die Gegend fahren. Wenn der Papa mal Zeit hat, dann der auch. Ich hab` selbst zwei Jungs. Der Vierzehnjährige spielt auch Fußball, im übrigen auch Landesliga. Da muss meine Frau meistens fahren, weil ich keine Zeit habe. Da sind viele Muttis, die unterstützen, da sind die Übungsleiter, die Trainer und so wie hier, die Präsidentin – die machen eine Region lebenswert und das ist auch Heimat. Und wir brauchen auch so etwas. Die, die da jetzt spielen, die sind heute Abend müde, und wenn wir ihnen solche Chance nicht geben, kommen sie auf andere blöde Gedanken. Das ist hier ist also die beste Prävention.

Ich danke Ihnen für das Gespräch.
Gern geschehen.