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„Lebenshilfe Mansfelder Land e.V.“ feiert fünfundzwanzigjähriges Bestehen

Ordentlich etwas zu feiern hatte die „Lebenshilfe Mansfelder Land e.V.“ am 2. Juni 2017, denn an diesem Tag beging sie den fünfundzwanzigsten Jahrestag ihres Bestehens. Exakt am 2. Juni 1992 fusionierten die Lebenshilfe Hettstedt-Großörner und das Kreisrehabilitationszentrum Eisleben zur Lebenshilfe Mansfelder Land e.V. Dieser Tag wurde ganz groß in der Röblinger Festscheune gefeiert. Die zahlreich erschienenen Gäste richteten herzliche Grußworte an den Verein. Angefangen von Eislebens Oberbürgermeisterin Jutta Fischer, die die Bedeutung der Arbeit der Lebenshilfe würdigte bis zur Landrätin Angelika Klein, die betonte, wie wichtig die Inklusion sei, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Stargast Phil Stewman stellte sein Lied für den Sachsen-Anhalt-Tag vor und das Kultduo „Elsterglanz“ animierte die Massen mit „Gold und Seide, Silber und Geschmeide“ zum Mitsingen. Die Trommelgruppe „Taktlos“ brachte entgegen ihrem Namen den richtigen Takt unter die Leute. Sportliche Betätigungen und kulturelle Einlagen luden zum Mitmachen ein und für das leibliche Wohl der Besucher war bei Gegrilltem, bei Hot Dogs und frischen Waffeln bestens gesorgt.


Nicole Kühnold, Geschäftsführende Vorständin des Vereins Lebenshilfe, gab einen interessanten Einblick in die Vereinsarbeit, denn am 01.01.2015 wurde der Verein umgegliedert, d.h. einzelne Betriebsteile wurden herausgenommen und einhundert prozentige Tochtergesellschaften gegründet. Das ist zum einen die Mitteldeutsche Wohn- und Betreuungsstätten gGmbH und zum anderen die Mitteldeutsche Werkstätten gGmbH. Die Lebenshilfe ist, inklusive dieser Tochtergesellschaften, zu einem der größten Anbieter von Einrichtungen und Diensten von und für Menschen mit Behinderungen in der Region geworden. Rund 180 qualifizierte Stammkräfte und ca. 50 zusätzlichen Kräfte, darunter viele ehrenamtlich Engagierte, finden Beschäftigung. In den sechs Betriebsstätten sind fast 550 Werkstattbeschäftigte tätig. Die Werkstätten in Eisleben, Neckendorf und Großörner sind mit zahlreichen Arbeitsbereichen ausgestattet, wie der Wäscherei, Garten- und Landschaftsgestaltung, Lattenrostproduktion, Leichtmontage, Kaminholzproduktion und und und… Bis heute wurden vier Wohnheime geschaffen, zwei davon in Helbra, eines in Eisleben und eines in Hergisdorf. Alle diese Wohnheime befinden sich in einem wunderbare gepflegten Zustand und erfreuen sich großer Beliebtheit.


Ein weiteres Wohnheim mit 43 Plätzen, speziell für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistigen und geistigen und mehrfachen Behinderungen wird in der Unterrißdorfer Straße geführt. Auch die Fördergruppe an der Werkstatt in Klostermansfeld mit aktuell 16 Plätzen sowie die Frühförderung mit 90 betreuten Kindern sind nicht zu vergessen.


Nicole Kühnold erklärt, dass die tägliche Informationsflut für Menschen mit Behinderung im kognitiven Bereich eine unüberwindbare Hürde darstellt. Deshalb gibt es seit Mai diesen Jahres ein Büro für leichte Sprache.


So versucht die „Lebenshilfe Mansfelder Land e.V.“ seit 25 Jahren immer wieder und immer weiter benachteiligten Menschen Möglichkeiten der Teilhabe zu schaffen.