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Drei Ministerpräsidenten in Eisleben

Drei Ministerpräsidenten in der Lutherstadt Eisleben


Am Freitag, dem 26. Mai 2017 waren in der Lutherstadt Eisleben gleich drei Ministerpräsidenten zu Gast: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff; Dietmar Woidke, Ministerpräsident von Brandenburg und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

Was war der Anlass? Dietmar Woidke sagt im Gespräch mit Grit-Beate Eisenberg von der Pressestelle der Stadtverwaltung: „Zum 500. Luthergeburtstag 1983 habe ich in der Andreaskirche für die Evangelische Kirche ehrenamtlich als Kirchenführer gearbeitet. Am 10. November war ja der große Festakt hier. Auch in den Folgejahren 1984 und 1985 jeweils im Sommer war ich noch hier und habe Touristen geführt. Das hat einen Riesenspaß gemacht. Ich habe sogar mein Englisch ein bisschen verbessern können. Und deswegen habe ich ein ganz besonderes Verhältnis zu Eisleben und habe natürlich auch ein ganz besonderes Verhältnis zu „meiner“ Andreaskirche. Es ist eine wunderschöne Kirche, und ich sag mal: Wenn man so viele Tage hier verbracht hat ist es eine „Zweite-Heimat-Kirche“. Ich bin immer wieder gerne hier. “

Haben Sie hier ein Lieblingsobjekt?
„Ja. Das ist der wunderschöne Altar.“

Wo haben Sie in Eisleben gewohnt?
„1984 habe ich unten an der Petrikirche im Pfarrhaus gewohnt. Und später habe ich dann auch hier gewohnt. Direkt im Pfarrhaus St. Andreas.“

Welche Nachwirkungen hat das bei Ihnen hinterlassen?
„Ich bin Protestant. Und Nachwirkungen hat das für mich gehabt, weil ich mich vor allem mit Luther und dem Glauben beschäftigt habe und da auch viel gelernt habe. Ich bin mit dem Glauben groß geworden. Wissen Sie, Taufe, Konfirmation usw., das war alles ganz normal. Aber es war nicht so, dass ich mit dem Herzen dabei war. Und das hat dann dazu geführt, dass ich mit dem Herzen dazu gekommen bin und das hatte schon Auswirkungen auf mein späteres Leben.

Getroffen haben sich die drei befreundeten Ministerpräsidenten natürlich in der Andreaskirche. Sie wurden von der Oberbürgermeisterin Jutta Fischer und der Kulturamtsleiterin Ute Klopfleisch an diesem heißen Tag mit kalter Milch und frischen Apfelspalten, beides direkt von einheimischen Erzeugern, begrüßt. Im Rathaus trugen sie sich in das Goldene Buch der Lutherstadt Eisleben ein.