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10. Mansfelder Waldarbeitsmeisterschaften 2017

Am 29. und 30. April 2017 gingen die 10. Mansfelder Waldarbeitsmeisterschaften parallel zur Eisleber Frühlingswiese über die Bühne, die von der Oberbürgermeisterin Jutta Fischer eröffnet wurden. Zu diesem Zeitpunkt waren es nur noch zwei Regionalmeisterschaften bis zur Deutschen Meisterschaft, die am 01. Juni 2017 in Gräfendorf in Bayern stattfinden wird. Grund genug also, um sein Bestes zu geben. Und genau das taten die Waldarbeiter auch. Sie zeigten ihr Können in fünf verschiedenen Disziplinen: Fällung, Kettenwechsel, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt und Entastung. Unter den strengen Augen der Jury und den interessierten Blicken der zahlreichen Besucher stellten sie sich der Herausforderung. Da kam es auf Genauigkeit im Millimeterbereich , auf Schnelligkeit und auf Geschick an.

Mit 73 gemeldeten Teilnehmern aus 13 Bundesländern, davon 2 Frauen, nämlich Vanessa Schulz und Michaela Wenzel, konnte in diesem Jahr sogar ein Rekord bei der Anzahl der Anmeldungen verbucht werden. Mit dabei waren in diesem Jahr zwei Weltmeister: Gottfried Schädlich, der nicht mehr zu den Aktiven gehört, aber der der erste Deutsche ist, der bei Waldarbeitsmeisterschaften Weltmeister geworden ist. Und natürlich den letzten deutschen Weltmeister, Ulrich Huber aus Bayern. Uli Huber hat bei der Waldarbeiter-Weltmeisterschaft 2014 in Brenz/Schweiz den Weltmeistertitel geholt und sich dabei gegen 100 Teilnehmer aus 26 Nationen durchgesetzt. Wir hatten natürlich nicht nur Uli Huber hier, sondern die gesamte deutsche Nationalmannschaft, d.h. auch Gerhard Briechle und Marco Trabert.

Zur Siegerehrung war Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert, Schirmherrin der Veranstaltung, aus Magdeburg angereist. Die Lutherstadt Eisleben war durch Michael Richter vertreten. Die Gesamtwertung bei den Profis konnte Marco Trabert, der amtierende deutsche Meister aus Bayern mit 1656 Punkten für sich entscheiden. Dicht gefolgt von Wolfgang Heidemann (Bayern) mit 1650 Punkten und Thomas Wickert mit 1632 Punkten (Hessen). Als beste Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt landeten Andreas Walther auf dem 17. Platz und Danny Kloska auf dem 22. Platz.

Bei den U24 hatte erwartungsgemäß Thomas Schneider, der WM-Neuling von 2014 aus Baden-Württemberg, die Nase vorn. Mit 1589 Punkten legte er souverän einen ersten Platz hin und verwies damit die Bayern Julian Schwender (1576 Punkte) und Frieder Heidemann (1548 Punkte) auf die Plätze zwei und drei.

Zur Bedeutung der Waldarbeitsmeisterschaften sagte Ministerin Dalbert: „Die Waldarbeitsmeisterschaften sind das Schaufenster, um Werbung für diesen Beruf zu machen. Der Forst ist, wirtschaftlich betrachtet, ein ganz wichtiger Bereich: für die Umwelt, den Klimawandel, das Holzernten für die Industrie. Bei den Meisterschaften zeigen wir den Beruf von seiner schönsten Seite. Es ist eine attraktive Form der Werbung. Unseren Wäldern in Sachsen-Anhalt geht es sehr gut. Sachsen-Anhalt gehört nicht zu den waldreichsten Bundesländern. Aber wir sind peu à peu dabei das zu ändern, um ein bisschen mehr Wald bekommen.“



Deshalb noch eine gute Nachricht: Die Deutschen Waldarbeitsmeisterschaften 2018 werden in der Lutherstadt Eisleben stattfinden.