Stadtterrassen 2014

Oberhütte

 

Die Oberhütte existiert seit dem 15. Jahrhundert am Volkstedter Bach in der Nähe von Eisleben. Gänzlich erloschen scheint die Kupfererzeugung im Mansfelder Land während des 30-jährigen Krieges nicht zu sein. Doch die noch vorhandenen Hütten nutzte man sporadisch zur Verarbeitung von Vorlaufmaterial, das durch Nachklauben der Bergbau- und Schlackenhalden gewonnen wurde. Nach 1648 wurde die Hütte wieder errichtet. Im Jahre 1675 erfolgte die Übernahme durch die Gewerkschaft.
Die Oberhütte wie auch die Bach abwärts liegende Mittelhütte bei Eisleben waren ausschließlich auf das Wasser des Volkstedter Baches angewiesen. Die Menge des zur Verfügung stehenden Wassers bestimmte so, neben der Bereitstellung des Kupferschiefererzes aus den umliegenden Schächten, die Leistung dieser damaligen Hütten. Nach der Inbetriebnahme der neuen Krughütte bei Eisleben 1871 konnten eine Reihe der kleinen Hüttenanlagen in der Umgebung, darunter auch die Oberhütte, stillgelegt werden. Das Hütten- und Haldengelände der Oberhütte wurde 1921 - 1922 teilweise bei der Errichtung des Bahndammes für die Strecke der Mansfelder Bergwerksbahn vom Wolfsschacht zur Krughütte überstürzt. Die für die Bahnstraße über die Straße Eisleben - Hettstedt errichtete Zwei-Pfeiler-Brücke, Vogelsangbrücke genannt, beeindruckte viele Jahre mit ihrer konstruktiven Eleganz.. 1975 wurde auch diese Brücke im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Bergbaus in der Mansfelder Mulde demontiert.