Die Ortschaft Sittichenbach

 

Sittichenbach gehört seit dem 1. Januar 2009 als Ortsteil zur Lutherstadt Eisleben. Es liegt am Südhang des bewaldeten Bischofröder Höhenrückens im Rohnetal. Eine erste überlieferte schriftliche Nachricht über den Flecken Sittichenbach finden wir im Hersfelder Zehntverzeichnisses Ende des 9. Jahrhunderts. Im Jahre 1539 kaufte Albrecht IV. Graf von Mansfeld-Hinterort (1480–1560) das Amt Sittichenbach, das 1540 säkularisiert wurde. Später kam das Amt an verschiedene Linien Sachsens. Im Jahre 1815 wurde es der neu gebildeten preußischen Provinz Sachsen zugeschlagen.

Sittichenbach Klosterteich


Gründung des Klosters

 

Im Jahre 1141 stiftete der Edle Esico von Bornstedt das Zisterzienserkloster Sittichenbach. Das Kloster wurde der hl. Maria geweiht und mit 12 Mönchen des Klosters Walkenried besetzt. Zum Abt wurde der Mönch Volkuin gewählt. Von Sittichenbach wurden die Klöster Lehnin (1180/03), Buch bei Leisnig (1192), Grünhain im Erzgebirge (1236) und Chorin (1257) besiedelt. Von Kloster Sittichenbach ging im Jahre 1426 die Gründung des Bernhardinerkollegs an der Universität Leipzig für Mönche des Zisterzienserordens aus.

 

Zeugnisse des Klosters
Sittichenbach Abtskapelle

 

Heute zeugen noch die Abtskapelle, der Mönchsstollen, die Klosterteiche und das Taubenhaus vom einstigen Glanz des Klosters.