Stadtterrassen 2014

Die Ortschaft Kleinosterhausen

 

Kleinosterhausen gehört seit dem 1. Januar 2009 als Ortsteil zur Lutherstadt Eisle-ben. Kleinosterhausen ist ein typisches Platzdorf. Seine ältesten Gehöfte gruppieren sich in regelmäßiger Anordnung um den Dorfplatz mit Dorfteich. Eine gesicherte Nachricht über Kleinosterhausen finden wir in der Bestätigungsurkunde von Papst Innozenz III. vom 14.

September 1209 für das Kloster Sittichenbach.

 

Ortskern und Sängerfest

 

Zwischen 1239 und 1436 gab es nur noch einen Klosterhof (Grangie) im Ort. Erst später wurde wieder Land an Bauern ausgegeben. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde von 1996 bis 1998 der Ortskern saniert. Der Dorfteich wurde neu angelegt, die Straßen gepflastert und ein kleiner Spielplatz errichtet. In dem schön sanierten ehemaligen großen Bauerngehöft am Freiplatz 14 findet alljährlich vierzehn Tage nach Pfingsten ein Sängerfest statt.

 

Kirche St. Stephanus
Kleinosterhausen Sankt Stephanus
Kirche St. Stephanus

 

Etwas abseits vom Dorfkern liegt die Kirche St. Stephanus. Sie ist ein im Kern roma-nischer Bau mit rechteckigem Schiff und quadratischem Turm. Die Wetterfahne wurde 1995 erneuert. Die Turmbekrönung aus Zwiebelhaube und Laterne entstand mit dem Schiff zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Die hölzerne Nord- und Westempore haben eine Balusterbrüstung in den Farben Grün-Blau. Der hölzerne Kanzelaltar und der Taufstein sind schlicht gehalten. Im Glockenstuhl hängen zwei gusseiserne Glocken.