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Interkulturelles Fußballcamp in der Lutherstadt Eisleben

Gemeinsam mit dem Landessportbund, dem Verein „Wir helfen“, dem MSV und der Lutherstadt Eisleben trafen sich vom 6.8. - 8.8. 2017 Kinder und Jugendliche zu einem Interkulturellen Fußball-Trainingscamp.
Organisiert wurde dieses Camp vom Freizeitzentrum Moskito Eisleben.
Bereits im Vorfeld übergab der von der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) initiierte Verein „Wir helfen“ u.a. dem Freizeitzentrum Moskito in Eisleben 3.500 Euro Spendengelder für ein interkulturelles Fußballcamp.
Aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz erhielten weiterhin folgende Einrichtungen Geld:

Kinderschutzbund Mansfeld-Südharz: 5.000 Euro für Ferienfahrten und ein Theaterprojekt.
Spielmannszug Ziegelrode: Die Teilnahme an einem Trainingslager für Nachwuchsspielmannszüge wird mit 1.200 Euro unterstützt.
Bildungsstätte Dippelsbachgrund, Ahlsdorf: 2.000 Euro für die Anschaffung von Arbeitsmaterial.
SV Rot-Weiß Polleben: 1.000 Euro für Kostüme und einer Musikanlage der Kinder-Tanzgruppe.
Jugendzentrum Buratino in Sangerhausen: 560 Euro für eine Kanufreizeit in den Ferien.

Am Wochenende startete nun das Camp und am Montag gab es bereits den ersten Höhepunkt.
Bevor das Camp begann, versammelten sich alle Teilnehmer zu einem gemeinsamen Foto.
Danach ging es in den entsprechenden Altersgruppen zum Training.
Der Landessportbund war mit seinem Projekt: „Integration durch Sport“ auf der MSV-Sportanlage vertreten.
Hier organisierten Alexander, Wolf-Michael und Simon eine Mini-Europameisterschaft, bei der die Mannschaften Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz und Schottland gegeneinander antraten.
Dazu mussten sich die Kinder zu Mannschaften mit je drei Spielern finden und der entsprechenden Nation zugeordnet werden.
Am Spielrand führte Wolf-Michael Hartlapp mit den Kids einen Workshop durch. Hier ging es vordergründig darum, dass die Kinder lernen, was Fair play ist. Weiterhin zielte der Workshop darauf ab, diesen sportlichen Gedanken auch in den Alltag zu übertragen. Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme gegenüber Anderen sind eines der Werte, die bereits im frühen Kindesalter vermittelt werden können. Auf diese Weise unterstützt das Projekt bereits seit den frühen 90er Jahren die Integration. Unter dem Dach des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) organisiert und unterstützt der Landessportbund Vereine und hilft ihnen, wenn sie Veranstaltungen organisieren, bei denen es um Integration geht.
Während die Kinds, gebändigt vom Schiri Simon – einem Schweizer, ihren Europameister ausspielten, ging es nebenan hart zur Sache.
Nach einem intensiven Aufwärmprogramm war Schusstraining angesagt.
Ein waches Auge hatte dabei der Trainer der MSV-A-Junioren, Michael Weis, der das Training gemeinsam mit Siepan Machmud leitete. Sipan trifft sich übrigens jeden Montag mit Jugendlichen aus dem Freizeitzentrum Moskito, um zu trainieren. In seiner Freizeit spielt er bereits seit über vier Jahren bei Eintracht Kreisfeld.
Die Präsidentin des MSV Eisleben, Kathrin Gantz und Vizepräsident Steffen Hildebrandt waren dem Camp gegenüber positiv aufgeschlossen.
„Wir haben unsere Anlage gern zur Verfügung gestellt, es besteht eine gute Zusammenarbeit mit dem Freizeitzentrum Moskito und vielleicht können wir das eine oder andere Talent entdecken“, so die Präsidentin.
Perspektivisch gesehen könnte man sich vorstellen, ein solches Camp jährlich durchzuführen. Vielleicht können wir noch mehr Jugendliche begeistern und sie können hier auf der gepflegten Anlage ausprobieren, ob sie diesem Verein beitreten möchten. Denn beim MSV wird nicht nur gekickt.
Am Nachmittag überraschte die Oberbürgermeisterin die Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen. Höhepunkt des Camps war zweifelsfrei die Fahrt nach Leipzig.
Und wie es sich für ein richtiges Fußball-Camp gehört, ging es an diesem Tag in die Red Bull Arena Leipzig.
„Als ich dies bekannt gab, da brach ein regelrechter Jubelsturm aus“, erzählt Angelika Althaus, Leiterin des Freizeitzentrum Moskito in Eisleben.