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Baumfrevel als Sachbeschädigung § 303 StGB

Fachgerechte Baumpflege – nur durch Fachpersonal und nur vom Eigentümer selbst.
Burkhard Schulze, Verantwortlicher für Park und Grün in der Lutherstadt Eisleben, verschlug es fast den Atem.
In der Unterrißdorfer Straße hat sich in der vergangenen Woche scheinbar ein Hobby-Gärtner berufen gefühlt und einen Baum verschnitten, wir vermuten mal, dass dies direkt vor seinem Grundstück geschah. Was man ihm zu Gute halten muss, die Zweige wurden ordentlich abgelegt und darum soll sich sicher nun der Eigentümer kümmern und diese entsorgen. Beim Thema Eigentümer, da beginnt es nun richtig spannend zu werden. Denn Eigentümer ist die Lutherstadt Eisleben und allein ihr steht es zu, hier Schnittarbeiten durchzuführen.
Zumal, wenn man sich die an der Linde durchgeführten Schnittarbeiten anschaut, kann man durchaus von Dilettantismus oder sogar Sachbeschädigung reden.
Aus unserer Sicht ging es hier wahrscheinlich um die Äste und da vordergründig um das Laub, oder hat der Baum tatsächlich zuviel Schatten geworfen?
Der Eigenbetrieb Betriebshof der Lutherstadt Eisleben hat bei der Polizei Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet.
An dieser Stelle wollen wir eindringlich davor warnen, an Bäume, die im öffentlichen Raum gepflanzt wurden, selbst Hand anzulegen. Es gibt, wenn der Baum eine Gefahr darstellt, die Möglichkeit, sich an den Betriebshof der Lutherstadt Eisleben zu wenden. Hier wird der Baum begutachtet und gegebenenfalls ein fachgerechter Schnitt durchgeführt.
Alles andere ist eine Sachbeschädigung, die wir letztendlich alle bezahlen müssen.
Schatten oder Laub sind keine Gründe, um einen Baum derart zu beschädigen.
Sie erreichen den Betriebshof der Lutherstadt Eisleben unter: 03475 / 925620